Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: FSB Archiv / Memorial Moskau
Werner Wendt
Fünf Volkspolizisten des Grenzpostens Kietz an der Elbe hatten für den 4. September 1950 die gemeinsame Flucht in den Westen verabredet. Einer von ihnen war ein Informant des Staatsicherheitsdienstes. Er verriet die Fluchtpläne seiner vier Kameraden. Sie wurden der sowjetischen Militärjustiz übergeben, zum Tode verurteilt und in Moskau hingerichtet.
Quelle: BStU
Astrid Stahnke
Am 3. März 1981 um 12:25 Uhr sichtete das westdeutsche Motorschiff „Margret Oltmann“ auf der Ostsee ein Schlauchboot mit zwei Personen. Bei stürmischer See und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt versuchte die Besatzung die beiden Insassen des Bootes zu retten. Die 16-jährige Astrid Stahnke im Schlauchboot war jedoch schon derart entkräftet, dass sie nicht an Bord geholt werden konnte.