BIOGRAFISCHES HANDBUCH
Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang
ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH
Dieses Online-Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die ehemaligen Ostblockstaaten. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in über 500 Biografien recherchieren. In den einzelnen Artikeln finden Sie Bilder, Dokumente sowie Ausschnitte aus Videos-Interviews, die mit Angehörigen der Todesopfer und anderen in die Ereignisse involvierten Personen geführt wurden.
Personengruppen
BIOGRAFIEN
Harry Krause
Der Chef des Grenzkommandos Groß Thurow hatte den Einwohnern des Dorfes versichert, die Aufgabe der Grenzpolizei sei es, „Agenten, Schieber und sonstige illegale Grenzgänger“ zu ergreifen. Dabei müsse notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden. Als ein zehnjähriger Junge erschossen wurde, verschlechterte sich das Verhältnis der Dorfbewohner zur Grenzpolizei in Groß Thurow schlagartig.
Lutz Meier
Am Vormittag des 18. Januar 1972 hörten zwei DDR-Grenzposten unweit des Brockens zwei Feuerstöße aus dem benachbarten Grenzabschnitt. Nachdem sie das der Führungsstelle ihrer Kompanie in Schierke gemeldet hatten, rückte sofort die siebenköpfige Alarmgruppe der Kompanie aus. Nahe dem Grenzstein 979 fanden die Soldaten Leutnant Lutz Meier. Er lag tot im Schnee.

