Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: Archiv Stefan Appelius
Werner Gambke
Werner Gambke reiste Ende Mai 1965 als Urlauber nach Bulgarien. Er beabsichtigte über die bulgarischen Grenzanlagen nach Griechenland zu flüchten. Am frühen Morgen des 11. Juni 1965 machte er sich von seinem Urlaubsort Vasil Kolarov auf den Weg zur griechischen Grenze. Es gelang ihm mehrfach, im zerklüfteten Gelände Verfolger abzuschütteln. Doch am 13. Juni 1965 endete seine Flucht kurz vor der griechischen Grenze durch tödliche Schüsse bulgarischer Grenzsoldaten.
Quelle: Privatsammlung Tilo Weiskopf.
Uwe Weiskopf
Der Leipziger Uwe Weiskopf war Schallplattenunterhalter mit großem Freiheitsdrang. Mitte November 1986 versuchte der 29-Jährige mit einem kleinen Sportboot, das er mit einem großen Außenbordmotor versehen hatte, von Heiligendamm aus Westdeutschland zu erreichen. Sein Leichnam wurde am 23. November 1986 an der Südküste Lollands geborgen.