Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: Grenzlandmuseum Eichsfeld e. V.
André Rößler
Seit dem Frühjahr 1976 diente André Rößler als Rekrut im Grundwehrdienst bei einem Motorisierten Schützenregiment der NVA. Rößler nutze einen Ausgang zur Flucht. Er schlug sich bis zur innerdeutschen Grenze bei Teistungen im Eichsfeld durch. Dort löste er zwei Minen aus. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus starb er an den Folgen seiner Verletzungen.
Quelle: Familie / Stefan Appelius
Richard Schlenz
Am 27. August 1967 um 14.23 Uhr wurde Richard Schlenz erschossen, nachdem er den Signalzaun überwunden hatte und nach etwa vierhundert Meter Fußmarsch den Grenzfluss zu durchschwimmen versuchte. Dabei eröffneten tschechoslowakische Grenzer gezielt das Feuer auf ihn.