Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: BArch, DO 1/92794.
Jürgen Max
Jürgen Max versuchte im September 1974 über die Ostsee die DDR zu verlassen. Er startete vermutlich im Raum Graal-Müritz. Seine Leiche wurde am 26. September 1974 im Fangnetz eines dänischen Fischkutters gefunden.
Quelle: Privat, Inge Hüttner-Sperlich, Roman Grafe
Bernhard Sperlich
Drei Thüringer Jugendliche wurden im Frühjahr 1971 bei einem Fluchtversuch im Sperrgebiet gestellt. Als Bernhard Sperlich sich der Festnahme entziehen wollte, feuerte ein DDR-Grenzsoldat aus kurzer Entfernung eine Salve aus seiner Kalaschnikow auf ihn ab. Der 19-Jährige verblutete noch auf dem Weg ins Krankenhaus.