Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: BArch Mfs, BV Schwerin, Abt. XII/Archiv, Nr. 496/78.
Georg Sender
Heinz Georg Sender siedelte mit seiner Verlobten in die DDR über, nachdem seine Tätigkeit als Geheimer Mitarbeiter des MfS aufgeflogen war. Dort vermissten er und seine Frau trotz der Gründung einer eigenen Familie die eigenen Eltern so sehr, dass sie mehrere Ausreiseanträge stellten. Nachdem diese alle abgelehnt wurden, die Ehefrau Berufsverbot auferlegt bekommen hatte und man ihnen drohte, die in der DDR geborenen Kinder zu entziehen, entschlossen sie sich 1977 zur Flucht über die Ostsee. Dabei kam Georg Sender mit seinen beiden Töchtern Susanne und Beate ums Leben.
Quelle: Privatbesitz Familie Meinel
Klaus Reiher
Am 27. August 1962 versuchte der 18-jährige Abiturient Klaus Reiher von Heringsdorf aus die DDR über die Ostsee zu verlassen, indem er ein Schiff anschwimmen wollte, das ihn außer Landes bringen sollte. Seine Leiche wurde am 14. September 1962 in Polen am Strand von Mrzeżyno geborgen.