Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: Privat Volkmar Häußler
Christian Schubert
Am 14. September 1989 ertrank der 24jährige Christian Schubert aus Jena bei dem Versuch, die Donau an der Grenze zwischen der CSSR und der Ungarischen Volksrepublik zu durchschwimmen. Gemeinsam mit einem Freund, Michael P., wollte er in den Westen flüchten.
Quelle: Jan Gülzau: Grenzopfer an der sächsisch-bayrischen sächsich-tschechischen Grenze in den Jahren 1947-1989. Dresden: Hannah-Arendt-Institut für Totalotarismusforschung 2012, S. 30.
Wilfried Komorek
Am 26. Oktober 1971 hatte Wilfried Max Komorek zunächst vergeblich versucht, die innerdeutsche Grenze im Bereich des Eisenbahngrenzübergangs Gutenfürst-Hof zu überwinden. Der 19-Jährige wurde verhaftet und noch am gleichen Tag in die Untersuchungshaft nach Plauen gebracht. Damit war Komoreks Schicksal besiegelt. Aus Verzweiflung und Furcht vor einer mehrjährigen Freiheitsstrafe nahm er sich am dritten Tag in der Haftanstalt das Leben.