Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: BStU
Astrid Stahnke
Am 3. März 1981 sichtete die Besatzung des BRD-Motorschiffes „Margret Oltmann“ zwei Personen in einem Schlauchboot in Seenot. Die Besatzung änderte unmittelbar den Kurs, um den Schiffsbrüchigen zu helfen und kam dem kleinen Boot näher. Trotz einer dramatischen Rettungsaktion konnte nur ein Insasse gerettet werden. Für die 16-jährige Astrid Stahnke endete der Fluchtversuch tödlich.
Quelle: Stefan Appelius
Siegfried Gammisch
Der 19jährige Siegfried Gammisch setzte sich am Mittag des 10. April 1966 mit seinem Freund und Arbeitskollegen Karl-Heinz Engelmann während eines Urlaubs im bulgarischen Pamporovo von der DDR-Reisgruppe ab. Am Abend mussten der DDR-Reiseleiter und die bulgarische Dolmetscherin der Gruppe die Leichen der beiden jungen Männer im Grenzgebiet zu Griechenland identifizieren.