Biografisches Handbuch

Todesopfer der Grenzregime am Eisernen Vorhang

ÜBER DAS BIOGRAFISCHE HANDBUCH

Dieses digitale Handbuch erinnert an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze sowie an die tödlich gescheiterten Fluchten von DDR-Bürgern über die Ostsee und die Ostblockstaaten. Ein erstes Teilprojekt dokumentiert die Lebensgeschichten und Todesumstände der Menschen, die an der Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik zu Tode kamen. Bis 2022 werden die Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Über Karte, Filter und Volltextsuche können Sie in den Biografien recherchieren.

BIOGRAFIEN

Quelle: BStU
Jürgen Fuchs
Schon dreimal hatte er versucht über die DDR-Grenze in den Westen zu flüchten. Beim ersten Fluchtversuch war er erst 16 Jahre alt. Den zweiten verriet ein Stasi-Spitzel, Fuchs kam ins Gefängnis. Ein weiterer Fluchtversuch endete ebenfalls mit einer Gefängnisstrafe, den vierten überlebte der 30-Jährige nicht.
Quelle: BStU
Karl Wurmser
Am 29. Juni 1966, gegen 0.30 Uhr vernahm die Besatzung eines Patrouillenbootes der NVA-Grenztruppen Dömitz bei Elb-Kilometer 506 Hilferufe einer männlichen Person, die sich bereits in der Nähe des westdeutschen Ufers befand. Die Suche nach dem Hilferufenden verlief aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse ergebnislos. Am 4. Juli 1966 wurde bei Baggerarbeiten am westlichen Elbufer eine männliche Leiche entdeckt, die von Angehörigen am 6. Juli 1966 als Karl Wurmser identifiziert werden konnte.